Therapeutisches Klettern

Klettern als Therapieform bedeutet nicht, dass die Kinder unter allen Umständen „Klettern“ lernen müssen. Das Ziel ist es viel mehr, dass die Kinder in ihrem Tempo, in ihren Möglichkeiten und Grenzen mit ihren Bewegungen experimentieren und daran Freude entwickeln. Geklettert wird in Gruppen, mit bis zu sechs Teilnehmern, oder in sogenannten „zweier Seilschaften“, d.h. im Partnerverbund.

 

Inwiefern fördert Klettern Ihr Kind?

Besonders die Basissinne – Gleichgewichtssinn, Körpersinn und Tastsinn – werden angesprochen (z.B. Wahrnehmungsstörungen) . Die motorischen Anforderungen helfen die Koordination der Extremitäten zu verbessern. Körperspannung und –wahrnehmung werden gezielt gefördert (z.B. schlechte Tonusregulierung / Kraft-dosierung).

Im kognitiven Bereich lernen die Kinder sich beim Klettern zu konzentrieren, aufmerksam zu sein, ihre Handlungen zu planen und Regeln einzuhalten (z.B. Problematiken in der Handlungsplanung).

Die sozialen Fähigkeiten werden durch das gemeinsame Erleben, das Vertrauen in die Gruppe und die notwendige Kommunikation gestärkt (z.B. Verhaltensauf-fälligkeiten, aggressives Fehlverhalten).

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wachsen. Denn die Kinder werden heraus-gefordert sich selbst einzuschätzen, ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten auszutesten und mit ihren Ängsten positiv umzugehen.